mittwald

Persönliche Diskussionsgrundlage · nach dem PM-Workshop

Wie schaffen wir es, dass wir 2027 wirklich gemeinsam an den gleichen richtigen Dingen arbeiten?

Nach dem PM-Workshop habe ich versucht, meine Gedanken einmal zusammenzubringen. Nicht als fertige Strategie, sondern als Diskussionsgrundlage.

Drei Leitfragen

Frage 1

Wissen wir als Unternehmen wirklich gemeinsam, wo wir Ende 2027 stehen wollen?

Frage 2

Können alle Bereiche erklären, welchen Beitrag sie zu diesen Zielen leisten?

Frage 3

Arbeiten wir an den wichtigsten Problemen – oder reagieren wir zu oft auf einzelne Impulse?

Die Probleme, die ich aktuell sehe

Keine Anklage, sondern Beobachtungen als Ausgangspunkt für die Diskussion. Wo aus meiner Sicht die größten Hebel liegen.

PROBLEM 01

Uns fehlt ein gemeinsamer Nordstern

Es gibt viele gute Initiativen und viele engagierte Teams, aber aus meiner Sicht fehlt eine einfache Unternehmensvision, aus der sich für alle Bereiche klare Ziele ableiten lassen.

Dadurch optimieren Produktmanagement, Infrastruktur, Produktentwicklung, Vertrieb, Kundenservice, Marketing, Finance usw. teilweise jeweils ihre eigenen Themen.

Arbeiten wir wirklich alle am gleichen Unternehmensziel?

PROBLEM 02

Impulse erzeugen immer wieder neue Unruhe

Aus dem Kompass bzw. aus der Unternehmensleitung kommen regelmäßig neue Impulse. Das ist grundsätzlich richtig und wichtig.

Wenn aber ein klarer gemeinsamer Zielrahmen fehlt, wirken solche Impulse schnell wie neue Richtungswechsel: Arbeiten wir an den falschen Dingen? Müssen wir umpriorisieren? Ist das vorherige Thema noch wichtig? Wer entscheidet eigentlich?

Wenn Unternehmensziele klar sind, lassen sich Impulse einordnen: Zahlt das auf Ziel 1, 2 oder 3 ein – oder nicht?

PROBLEM 03

Stabilität ist seit langer Zeit ein Thema

Unsere Vision kann nur funktionieren, wenn die technische Plattform zuverlässig funktioniert.

Wir sprechen aber seit langer Zeit über Stabilität, Wartungen, Performance, Ausfälle, technische Schulden, Legacy und Auswirkungen auf Kunden.

Ist Reliability bei uns wirklich ein Unternehmensziel – oder immer wieder ein technisches Unterthema?

PROBLEM 04

Verantwortung ist nicht immer eindeutig

Bei einigen wichtigen Themen ist nicht klar: Wer hält den Hut? Wer verantwortet den Zielzustand? Wer darf Entscheidungen treffen?

Wer bringt verschiedene Teams zusammen? Wer sorgt dafür, dass ein Thema nicht zwischen Abteilungen hängen bleibt?

Ein wichtiges Thema ohne klaren Hutmensch ist noch keine echte Priorität.

PROBLEM 05

Zu viele gute Ideen konkurrieren miteinander

Neue Produkte, AI, Marketplace, Lead-Produkte, Agenturhelfer, Hosting, Migration, Compute, Developer Experience, neue Geschäftsmodelle.

Das Problem ist nicht Ideenmangel. Das Problem ist Fokus.

Strategie bedeutet nicht nur zu entscheiden, was wir machen. Strategie bedeutet vor allem zu entscheiden, was wir nicht machen.

Unternehmensvision 2027

mittwald macht Web- und Digitalagenturen technologisch zukunftsfähig.

mittwald ist der souveräne, zuverlässige und nahbare Technologiepartner hinter dem Geschäft unserer Agenturkunden.

Agenturen sollen den Großteil ihrer Kundenprojekte auf mittwald entwickeln, deployen und betreiben können:

WordPressTYPO3ShopwareE-Commerceindividuelle AnwendungenCRM-SystemeWissensdatenbankenChat-SystemeAI-Anwendungenzukünftige Workloads

Unser Job ist nicht, jedes Problem einer Agentur zu lösen. Unser Job ist:

Die technischen Probleme hinter ihren Kundenprojekten zu lösen.

Die Agentur schafft den differenzierenden Mehrwert für ihren Kunden. mittwald übernimmt möglichst viel von:

InfrastrukturBetriebDeploymentSkalierungSecurityMonitoringDomainsSSLMailStorageDatenbankenComputeAI Inference

Leitmotiv

Ihr baut die Lösung.
Wir kümmern uns um alles dahinter.

Vorschlag zur Diskussion – keine beschlossene Vision.

Drei Unternehmensziele 2027

Wenige gemeinsame Ziele statt vieler paralleler Prioritätenlisten. Als Vorschlag zur Diskussion.

ZIEL 01

Unsere Plattform funktioniert einfach

mittwald soll die zuverlässige technische Basis für den Großteil des Agenturgeschäfts sein.

  • Stabilität
  • Performance
  • Reliability
  • einfache Deployments
  • einfache Migration
  • Skalierbarkeit
  • eine Plattform statt vieler Einzelprodukte

North Star

80–90 % der typischen Projekte einer Web- und Digitalagentur können selbstverständlich auf mittwald betrieben werden.

ZIEL 02

Unsere Agenturen werden mit mittwald erfolgreicher

Agenturen sollen bestehendes Geschäft zuverlässig betreiben, neue Technologien ausprobieren, AI-Angebote entwickeln und schneller live gehen – mit weniger eigener Ops-Kompetenz.

  • bestehendes Geschäft betreiben
  • neue Technologien ausprobieren
  • AI-Angebote entwickeln
  • schneller live bringen
  • weniger eigene Ops brauchen
  • neue Geschäftsfelder erschließen

North Star

Nicht: „Wie verkaufen wir noch ein weiteres Produkt?“ Sondern: „Wie werden wir für das Kerngeschäft unserer Agenturen so relevant, dass sie immer mehr ihrer Projekte mit uns machen?“

ZIEL 03

Agenturen und Entwickler lieben und empfehlen mittwald

mittwald soll nicht nur gekauft werden. mittwald soll freiwillig empfohlen werden – in Communities, Pipelines und auf Konferenzen.

  • positive Entwicklerstimmen
  • Empfehlungen in Foren & Reddit
  • Deployment-Pipelines
  • sichtbar auf Konferenzen
  • vielleicht eigene User Groups
  • Freude · Vertrauen · Freiheit

North Star

Developer Advocacy entsteht aus einem guten Produkt – nicht nur aus Marketing.

Was bedeutet das für die einzelnen Unternehmensbereiche?

Gleiche Ziele, unterschiedliche Beiträge. Die Matrix ist ein Diskussionsangebot – kein fertiges Zielbild pro Bereich.

Tabelle horizontal scrollbar – auf schmalen Screens seitlich wischen oder mit Tastatur scrollen.

Beiträge der Unternehmensbereiche zu den drei Unternehmenszielen
BereichZiel 1 · Plattform funktioniertZiel 2 · Agenturen erfolgreicherZiel 3 · Liebe & Empfehlung
Produktmanagement
  • klare Plattformfähigkeiten
  • Deploy
  • Run & Scale
  • Migrate
  • AI
  • Platform Experience
  • Portfolio fokussieren
  • Relevanz für Agentur-Kerngeschäft
  • neue Fähigkeiten sinnvoll orchestrieren
  • Developer- und Agentur-Erlebnis mitdenken
  • Adoption ermöglichen
Infrastruktur
  • Reliability
  • Resilienz
  • Wartbarkeit
  • Kapazität
  • weniger kundenwirksame Wartungen
  • moderne Hosting-/Compute-Plattform
  • stabile Basis für Agenturwachstum
  • Vertrauen durch Betriebssicherheit
Produktentwicklung
  • strategische Plattformfähigkeiten zuverlässig liefern
  • technische Schulden reduzieren
  • Automatisierung erhöhen
  • Lieferfähigkeit für Agentur-relevante Features
  • Qualität, die Empfehlungen verdient
Developer Experience
  • API
  • CLI
  • Dokumentation
  • Git
  • Deployment
  • Developer Workflows
  • schnellere Projekte für Agenturen
  • Freude im Entwicklungsalltag
Kundenservice
  • Probleme schnell lösen
  • wiederkehrende Probleme sichtbar machen
  • Root Causes zurück ins Produkt
  • Kunden befähigen
  • Erfolg im Alltag absichern
  • Vertrauen in jedem Kontakt
Vertrieb
  • relevante Plattformfähigkeiten verkaufen
  • passende Agenturen gewinnen
  • bestehende Kunden entwickeln
  • Empfehlungen in Kaufentscheidungen übersetzen
Marketing
  • Plattform klar erklären
  • mittwald als moderne souveräne Agenturplattform positionieren
  • Developer- und Agentur-Community aufbauen
  • neue Technologien erklären
Finance / Buchhaltung
  • Wirtschaftlichkeit der Plattform transparent machen
  • Kennzahlen bereitstellen
  • einfache Abrechnung
  • nachhaltige Investitionen
  • Vertrauen durch Klarheit
People
  • passende Kompetenzen aufbauen
  • Teams komplementär besetzen
  • Explorer und Scaler sinnvoll kombinieren
Security
  • Security als Plattformfähigkeit
  • Vertrauen absichern
  • Agenturen entlasten
  • Sicherheit als Empfehlungsgrund

Produktvision als Teil der Unternehmensvision

mittwald wird zum unsichtbaren Technologiepartner hinter den Projekten von Web- und Digitalagenturen.

North Star

Die Agentur baut und deployed. mittwald läuft zuverlässig im Hintergrund.

01

Deploy

Von Code zu mittwald muss extrem einfach werden.

02

Run & Scale

Was deployed wurde, läuft stabil, performant und kann für typische Agenturprojekte wachsen.

03

Migrate

Kunden kommen einfach aus alter und externer Welt in die neue mittwald Welt.

04

AI

AI wird zu einem normalen Plattformbaustein.

05

Developer Experience

mittwald integriert sich in den Workflow des Entwicklers.

Portfolio: Nicht alles ist gleich wichtig

Fokus heißt auch: bewusst entscheiden, was wir nicht pushen. Zum PM-Plattform-Blick →

PUSH

Hier investieren wir bewusst.

  • Deploy
  • Hosting Platform & Scale
  • Migration
  • AI
  • Developer Experience
  • Reliability

ENABLE

Muss hervorragend funktionieren, ist aber nicht zwingend eigenes Wachstumsfeld.

  • Domains
  • DNS
  • SSL
  • Mail
  • Storage
  • Datenbanken
  • Backups
  • Security

MAINTAIN

Relevant und wirtschaftlich, aber kein großer Innovationsfokus.

  • bestehende CMS- und Runtime-Themen
  • PHP Extended Support
  • weitere etablierte Services

EXIT / NO PUSH

Themen, die nicht mehr auf den Kern einzahlen.

  • LeadFyndr = Exit
  • Marketplace aktuell kein Push
  • weitere kleine Agenturhelfer kritisch prüfen

Wir bauen nicht alles, was Agenturen gebrauchen könnten.
Wir bauen die Plattform, auf der Agenturen fast alles für ihre Kunden bauen können.

Vom Produktkatalog zur Plattformverantwortung

Wie sollten wir Produktmanagement 2027 organisieren, wenn unser Ziel nicht mehr primär lautet: „Wir entwickeln viele einzelne Hosting-Produkte weiter“ – sondern eine Plattform, auf der Agenturen 80–90 % ihrer Kundenprojekte einfach deployen, verwalten und zuverlässig betreiben können?

Passt unsere heutige Aufteilung nach einzelnen Produkten noch zu der Plattform, die wir 2027 bauen wollen?

Persönlicher Blick nach dem Workshop – keine Rollenverteilung, kein Organisationsbeschluss. Vielleicht hilft diese Perspektive, vielleicht kommen wir gemeinsam zu einer ganz anderen Lösung.

Wie wir heute ungefähr organisiert sind

Viele Produkte wurden stark weiterentwickelt und sind wirtschaftlich wichtig. Die Frage ist nicht, ob die Arbeit gut war – sondern ob die Aufteilung noch zur Plattform passt.

Tobias

Heute: Container Hosting

  • Managed Container Hosting
  • Docker Compose
  • grafisches Container-Deployment
  • Container-Vorlagen (~50 Templates)
  • eigene Anwendungen deployen
  • vorkonfigurierte Lösungen (n8n, Umami)

Aus einem konkreten Produkt entsteht zunehmend die Frage: Wie kommen Anwendungen generell möglichst einfach auf mittwald?

Maik

Heute: AI Hosting

  • Shared & Dedicated AI Hosting
  • AI-Modelle & Inference
  • GPU-Kapazitäten aus Produktsicht
  • Embeddings, Speech, AI Gateway
  • Templates & AI Solution Starter

Aus einem konkreten Produkt entsteht zunehmend: Wie wird AI zu einem normalen Bestandteil der mittwald Plattform?

Mareen

Heute: Domains, SSL und Mail

  • Domains, DNS, SSL
  • E-Mail & E-Mail-Archivierung

Wichtige Basisdienste – das Ziel sollte sein: Domain dran. DNS funktioniert. SSL ist da. Mail läuft. Fertig.

Sina

Heute: Agenturprodukte & Discovery

  • AV Manager, Barriere-Checker
  • LeadFyndr (Exit)
  • Churn-Analyse, SiteDraft

Sollte die Rolle weniger Sammlung kleiner Produkte sein und stärker Discovery, Adoption und neue Kundenbedürfnisse?

Vertiefung: Customer Lifecycle →

Hannes

Heute: Software-Stack & PHP ES

  • WordPress, TYPO3, PHP
  • Versionen & Lifecycle
  • PHP Extended Support (siebenstelliger Umsatz)

Brot-und-Butter-Geschäft: Aktualität, Stabilität, Sicherheit, Lifecycle, Wiederholbarkeit, Wirtschaftlichkeit.

Basti

Heute: Marketplace → mStudio

  • Marketplace (kein Push mehr)
  • zunehmend mStudio-Verantwortung

Strategisch wichtiger Wechsel: vom Marketplace hin zur zentralen Plattform-Oberfläche.

Volkmar

Heute: Migration + Hosting

  • Migration & Umzugsservice
  • Webhosting, Managed vServer, Dedicated Server
  • E-Commerce (gemeinsame K8s-Plattform)

Sehr große Themen gleichzeitig. Braucht Migration und Hosting-Plattform einen eigenen klaren Hut?

mStudio ist kein weiteres Produkt

mStudio = das zentrale Control Panel der mittwald Plattform

Accounts, Projekte, Berechtigungen, Container, Hosting, AI – und künftig weitere Dienste. Nicht ein Produkt neben anderen, sondern die zentrale Management- und Control-Ebene.

Wenn mittwald eine Plattform statt vieler Produkte sein soll – wer sorgt dafür, dass sich das im mStudio wie EINE Plattform anfühlt?

NavigationBuchungProjekteOrganisationenBerechtigungenAbrechnungSelf-Servicekonsistente UX

Nicht: „Produktmanager für eine Oberfläche.“
Sondern: Wie erlebt und verwaltet der Kunde die gesamte mittwald Plattform?

Das Problem der heutigen Struktur

Historisch logisch – für die Plattformstrategie aber mit Grenzen.

HEUTE · PRODUKTE

  • Tobi → Container Hosting
  • Maik → AI Hosting
  • Mareen → Domains / SSL / Mail
  • Sina → AV Manager / LeadFyndr / Barriere-Checker
  • Hannes → Software Stack / PHP ES
  • Basti → Marketplace / mStudio
  • Volkmar → Migration / Webhosting / vServer / Dedicated

ZUKÜNFTIG · PLATTFORM

Agenturen sollen Projekte entwickeln, deployen, verwalten und betreiben – mittwald übernimmt die technische Komplexität dahinter. Dafür brauchen wir gemeinsame Plattformfähigkeiten, nicht nur einzelne Produktverantwortliche.

HEUTE

Produktmanager besitzt Produkt

Container HostingAI HostingWebhostingvServerDedicatedMarketplaceDomainsAV Manager

ZUKÜNFTIG

Produktmanager verantwortet Plattformfähigkeit

Application Platform & DeployHosting Platform & ScaleMigration & TransitionAI PlatformApplication RuntimemStudio & Platform ExperienceDomains, Mail & TrustDiscovery & AdoptionUX Research

Weniger: „Wer besitzt welches Produkt?“
Mehr: „Wer sorgt dafür, dass diese Fähigkeit unserer Plattform richtig gut wird?“

Mögliches Zielbild der Verantwortungen

Diskussionsvorschlag – keine Rollenverteilung.

Mögliche PM-Verantwortungen 2027 – persönlicher Diskussionsvorschlag
PersonMöglicher Bereich 2027Produkte / ThemenEinfach gesagt
TobiasApplication Platform & DeployContainer Hosting, Docker Compose, Templates, Deployment, Git/API/CLI, SiteDraft als WetteWie kommen Anwendungen möglichst einfach auf mittwald?
MareenDomains, Mail & TrustDomains, DNS, SSL, Mail, ArchivierungWie funktionieren die wichtigen Basisdienste zuverlässig und möglichst automatisch?
SinaCustomer Lifecycle, Churn & GrowthChurn, Lifecycle, Adoption, eventgesteuerte Kommunikation, AV Manager / Barriere-Checker prüfen, LeadFyndr ExitWarum kündigen Kunden, wo verlieren wir sie – und wie machen wir sie gezielter erfolgreicher?
HannesApplication Runtime & LifecycleWordPress, TYPO3, PHP, PHP ES, Software LifecycleWie bleibt unser Brot-und-Butter-Geschäft stabil, aktuell und wirtschaftlich?
BastimStudio & Platform ExperiencemStudio, Projekte, Organisationen, Benutzer, Buchung, produktübergreifende JourneysWie fühlt sich mittwald für Kunden wie eine einzige Plattform an?
VolkmarMigration & Transitionexterne Migration, Kundencenter → mStudio, alte → neue PlattformWie kommen bestehende Kunden und Projekte möglichst einfach in die neue mittwald Welt?
MaikAI PlatformShared/Dedicated AI, Inference, Modelle, Gateway, Embeddings, Speech, TemplatesWie wird AI zu einer normalen Plattformfähigkeit?
NiklasUX Research / Continuous Discoverykein eigenes ProduktLösen wir überhaupt die richtigen Kundenprobleme?
OffenHosting Platform & ScaleWebhosting, vServer, Dedicated, E-Commerce, gemeinsame Kubernetes-PlattformWie wird unsere gemeinsame Hosting-Plattform stabiler, flexibler und skalierbarer?

OFFENE VERANTWORTUNG

Hosting Platform & Scale

Webhosting, vServer, Dedicated und E-Commerce basieren auf derselben Kubernetes-Infrastruktur. Die Frage ist nicht „Wer entwickelt den vServer weiter?“ sondern:

Wie entwickeln wir unsere gemeinsame Hosting-Plattform so, dass sie stabil, zuverlässig und flexibel genug für 80–90 % der typischen Agenturprojekte wird?

PlattformarchitekturReliabilityPerformanceSkalierungTarifmodelleE-CommerceManaged Compute

Dafür scheint aktuell ein klarer PM-Hut zu fehlen.

Reliability – kein Nebenproblem

Ausfälle, Wartungen, Performance, technische Schulden – seit längerer Zeit Thema. Brauchen wir einen eigenen „Produktmanager Reliability“ – oder gehört Stabilität direkt zur Hosting Platform?

VARIANTE A · EIGENER HUT

Vorteile

  • maximale Sichtbarkeit
  • klare Verantwortung
  • Fokus auf Stabilität

Nachteile

  • künstliche Trennung
  • Plattform-PM baut, Reliability-PM repariert
  • Verantwortung verschwimmt

VARIANTE B · TEIL DER HOSTING PLATFORM

Vorteile

  • Qualität und Stabilität = eine Verantwortung
  • „Was wir anbieten, muss funktionieren“
  • weniger Übergaben

Nachteile

  • sehr großer Verantwortungsbereich
  • starke Unterstützung durch Eng & Infra nötig

Hypothese: Für eine Plattform, deren Versprechen „Es läuft einfach“ lautet, sollte Reliability kein nachgelagerter Reparaturprozess sein – sondern Kernbestandteil der Plattformverantwortung.

BEISPIEL · NEUE ARBEITSWEISE

SiteDraft

Wette: Hilft SiteDraft Agenturen, schneller eine Idee in eine laufende Anwendung auf mittwald zu verwandeln?

WENN JA

weiterentwickeln · stärker in Application Platform & Deploy integrieren

WENN NEIN / EXTERNE TOOLS BESSER

Replit, Lovable, Claude Code … → SiteDraft Exit · dafür extrem gute Integration zu mittwald

Wir müssen nicht jedes Werkzeug selbst besitzen. Entscheidend ist, dass mittwald der beste Ort wird, an dem das Ergebnis läuft.

Portfolio mit PM-Bezug

mStudio gehört nicht in PUSH/ENABLE wie ein normales Produkt – es ist die horizontale Management-Ebene darüber.

PUSH

  • Deploy – Tobias
  • Hosting Platform & Scale – offen
  • Migration – Volkmar
  • AI – Maik
  • Developer Experience – DX Team / Martin
  • Reliability – Teil der Hosting Platform / Ownership klären
  • mStudio / Platform Experience – Basti

ENABLE

  • Domains – Mareen
  • DNS – Mareen
  • SSL – Mareen
  • Mail – Mareen
  • Storage – Ownership klären
  • Datenbanken – Ownership klären
  • Backups – Ownership klären
  • Security – Ownership klären

MAINTAIN

  • WordPress – Hannes
  • TYPO3 – Hannes
  • PHP – Hannes
  • PHP Extended Support – Hannes
  • weitere etablierte Runtime-Services

EXIT / NO PUSH

  • LeadFyndr – Exit
  • Marketplace – aktuell kein Push
  • weitere kleine Agenturhelfer kritisch prüfen

Zielarchitektur – eine Plattform, viele Fähigkeiten

mStudio ist die zentrale Management-Ebene. Darunter liegen Plattformfähigkeiten – PM-Rollen arbeiten an Teilen derselben Plattform, nicht isoliert an Einzelprodukten.

Vielleicht brauchen wir 2027 nicht für jedes heutige Produkt einen eigenen strategischen Produktmanager.
Vielleicht brauchen wir klare Verantwortliche für die wenigen Fähigkeiten, die unsere Plattform wirklich ausmachen.

Application Platform & Deploy

Wie kommt etwas zu mittwald?

Hosting Platform & Scale

Worauf läuft es – und wie zuverlässig?

Application Runtime

Welche Standardsoftware läuft darauf?

AI Platform

Welche AI-Fähigkeiten nutzt die Anwendung?

mStudio & Platform Experience

Wie verwaltet der Kunde alles?

Migration

Wie kommt der Kunde in die neue Welt?

Domains, Mail & Trust

Welche Basisdienste laufen automatisch?

Discovery & Research

Lösen wir die richtigen Probleme?

Produkte können sich verändern oder verschwinden.
Die Kundenprobleme und Plattformfähigkeiten bleiben.

Persönliche Diskussionsgrundlage nach dem PM-Workshop. Keine beschlossene Rollen- oder Organisationsstruktur.

Sina: Customer Lifecycle, Churn & Growth

Ein möglicher, klarer Hut – statt einer Sammlung sehr unterschiedlicher Einzelprodukte.

Keine beschlossene Rollenverteilung – persönliche Diskussionsgrundlage nach dem PM-Workshop.

HEUTE

Viele unterschiedliche Themen – schwer zu bündeln

AV ManagerBarriere-CheckerLeadFyndrChurn-AnalyseGrowth- / Adoption-Themen
  • LeadFyndr ist bereits als Exit entschieden.
  • AV Manager & Barriere-Checker nicht automatisch weiterentwickeln – bewusst entscheiden: standardisieren, maintainen, integrieren, automatisieren oder abkündigen.

MÖGLICHER ZUKÜNFTIGER HUT

Produktmanagerin Customer Lifecycle, Churn & Growth

Warum kündigen Kunden, wo verlieren wir sie im Lifecycle und wie können wir sie gezielt erfolgreicher machen?

Fokus: bestehende Kunden und deren Entwicklung – nicht der Aufbau immer neuer Einzelprodukte.

Churn verstehen und reduzieren

Wo und warum verlieren wir Kunden – und was machen wir daraus?

KündigungsgründeChurn nach Produkt / Segment / PhaseMuster erkennenInterviewsNutzungsdatenSupportkontaktefehlende AdoptionPreis / LeistungProdukt- & Technikprobleme

Nicht nur dokumentieren, warum jemand gekündigt hat – daraus konkrete Maßnahmen ableiten und Wirkung messen.

Customer Lifecycle verstehen

Für jede Phase: Was soll der Kunde tun? Wo bricht er ab? Welche Signale zeigen Risiko oder Potenzial?

  1. Interessent
  2. Neukunde
  3. Onboarding
  4. erste Nutzung
  5. aktive Nutzung
  6. mehrere Produkte / Projekte
  7. langfristiger Kunde
  8. Churn-Risiko

Eventgesteuerte Kommunikation

Nicht Newsletter an alle – sondern Hilfe aus dem tatsächlichen Kundenverhalten.

Der Kunde steckt an einer bestimmten Stelle fest – wie helfen wir ihm weiter?

ONBOARDING

Kunde ist seit fünf Tagen registriert, hat aber noch kein erstes Projekt.

automatisierte Hilfestellung oder Mail

PRODUKT NICHT AKTIVIERT

Kunde nutzt Hosting, hat eine wichtige Funktion noch nicht eingerichtet.

gezielte Information

MIGRATION

Account vorhanden, aber noch kein bestehendes Projekt migriert.

passender Migrationshinweis

AI

Agentur nutzt Container intensiv, aber noch kein AI Hosting.

relevanter AI-Use-Case oder Template – keine generische Werbung

INAKTIVITÄT

Kunde zeigt typische Churn-Signale.

frühzeitig Hilfe, Servicekontakt oder passendes Angebot

Cross-Selling als Kundenerfolg

Nicht: „Wie verkaufen wir möglichst viele Zusatzprodukte?“ Sondern:

Welche zusätzlichen Plattformbausteine helfen einem bestehenden Kunden bei seinem aktuellen Geschäft?

  • Webhosting → Container Hosting
  • Container → AI Hosting
  • Hosting → Mail / Archivierung
  • viele Projekte → größere Compute-Stufe
  • neuer AI-Use-Case → Inference / Dedicated AI

Mehr mittwald nutzen, weil es für die Projekte sinnvoll ist – nicht weil wir aggressiv bespielen.

Verbindung zwischen Bereichen

Die Rolle arbeitet stark bereichsübergreifend.

PRODUKTMANAGEMENT

Welche Produktprobleme verursachen Churn oder verhindern Adoption?

KUNDENSERVICE

Welche Probleme tauchen immer wieder auf?

VERTRIEB

Welche Bestandskunden haben Potenzial für weitere passende Lösungen?

MARKETING

Welche eventgesteuerten Inhalte und Journeys brauchen wir?

DATA / ANALYTICS

Welche Signale zeigen Churn-Risiko oder Cross-Selling-Potenzial?

MSTUDIO

Welche Aktionen können direkt im Produkt ausgelöst oder unterstützt werden?

Mögliche Verantwortungsbereiche

PUSH · AKTIVER FOKUS

  • Churn-Analyse
  • Customer Lifecycle
  • Adoption
  • eventgesteuerte Kommunikation
  • Onboarding-Journeys
  • Cross-Selling
  • Kundenaktivierung
  • Nutzungsmuster
  • Churn Prevention

MAINTAIN / ENTSCHEIDEN

  • AV Manager
  • Barriere-Checker

Bewusst: standardisieren, wenig Aufwand, integrieren, Partner oder abkündigen?

EXIT

  • LeadFyndr

Bereits als Exit entschieden – gehört nicht mehr zur zukünftigen Rollenlogik.

Mögliche Erfolgskennzahlen

Beispiele zur Diskussion – keine festgelegten OKRs.

CHURN

  • Churn Rate
  • Churn nach Kundensegment
  • vermeidbarer Churn
  • häufigste Kündigungsgründe

ACTIVATION

  • Zeit bis zum ersten Projekt
  • Anteil Kunden mit erfolgreichem Onboarding
  • Anteil Kunden, die zentrale Plattformfunktionen nutzen

ADOPTION

  • Nutzung weiterer Plattformbausteine
  • Workloads pro aktivem Agenturkunden
  • Nutzung neuer Features

CROSS-SELLING

  • relevanter Cross-Sell-Umsatz
  • Anteil Kunden mit mehreren Plattformprodukten
  • Conversion eventgesteuerter Journeys

LIFECYCLE-KOMMUNIKATION

  • Reaktion auf eventgesteuerte Mails
  • daraus resultierende Aktivierung
  • reduzierte Abbrüche

Nicht nur Öffnungsraten messen. Outcome: Hat sich das Kundenverhalten positiv verändert?

Sina sorgt dafür, dass wir verstehen, warum Kunden bleiben oder gehen – und dass wir ihnen zum richtigen Zeitpunkt den richtigen nächsten Schritt anbieten.

Mehr Kunden erfolgreich machen, weniger verlieren und bestehende sinnvoll weiterentwickeln.

DIE ROLLE IST NICHT

  • PM für alles ohne Besitzer
  • beliebige neue Agenturtools bauen
  • Newsletter planen
  • einfach mehr Produkte verkaufen
  • jedes kleine Bestandsprodukt weiterentwickeln

DIE ROLLE IST

Customer Lifecycle systematisch verstehen und verbessern.

Verbindung zur Unternehmensstrategie

01

Unsere Plattform funktioniert einfach

Sina zeigt, wo Kunden im Produkt scheitern und welche Probleme Churn verursachen.

02

Unsere Agenturen werden mit mittwald erfolgreicher

Sina verbessert Onboarding, Adoption und sinnvolles Cross-Selling.

03

Agenturen und Entwickler lieben und empfehlen mittwald

Sina hilft, Reibung im gesamten Kundenlebenszyklus zu reduzieren.

Nicht mehr möglichst viele kleine Produkte betreuen.
Sondern den gesamten Weg des Kunden verstehen und gezielt besser machen.

Persönliche Diskussionsgrundlage – keine beschlossene Rollenverteilung.

Verantwortungen / Hutmensch

Jedes strategische Push-Thema braucht genau einen klaren Hutmensch. Beispiel: Managed PostgreSQL →

EIN HUTMENSCH …

  • verantwortet den Zielzustand
  • bringt Beteiligte zusammen
  • sorgt für Entscheidungen
  • macht Fortschritt sichtbar
  • adressiert Blockaden
  • lernt aus Ergebnissen
  • ist nicht automatisch alleiniger Umsetzer

Ownership bedeutet nicht: „Ich mache alles.“
Ownership bedeutet: „Ich sorge dafür, dass wir das Ziel erreichen.“

Die folgende Übersicht ist eine mögliche Diskussionsgrundlage – keine beschlossene Organisation.

Beispielhafte PM-Bereiche zur Diskussion

Application Platform & DeployHosting Platform & ScaleMigration & TransitionAI PlatformApplication Runtime & LifecyclemStudio & Platform ExperienceDomains, Mail & TrustDiscovery & AdoptionUX Research / Continuous Discovery

Beispiel Managed PostgreSQL

Wie bekommen wir strategisch wichtige Plattformbausteine schneller auf die Straße?

Managed PostgreSQL als konkretes Beispiel für ein organisatorisches Muster – nicht als Kritik an einzelnen Teams oder Personen.

Wie organisieren wir strategische Plattformthemen so, dass sie trotz bestehender Infrastrukturprobleme nicht immer wieder nach hinten geschoben werden?

Persönliche Diskussionsgrundlage – keine beschlossene technische Architektur oder Organisationsentscheidung.

Warum Managed PostgreSQL wichtig ist

Agenturen entwickeln zunehmend individuelle Apps, AI/RAG, Chat, SaaS, CRM, Tools – oft mit Claude Code, Replit oder Lovable. Der typische Stack:

Bei Replit, Vercel, Render, Railway, Fly.io, Supabase, Neon …

Ich deploye meine Anwendung und daneben bekomme ich mit wenigen Klicks eine Datenbank.

Unsere heutige Situation

PostgreSQL ist grundsätzlich möglich – oft als Container. Der Kunde trägt dann selbst Verantwortung für Updates, Backups, Restore, Monitoring, Failover, Recovery, Konfiguration.

Managed bieten wir heute insbesondere MySQL. Für moderne Application- und AI-Workloads fehlt ein zentraler Baustein:

Managed PostgreSQL.

DAS EIGENTLICHE PROBLEM

Wahrscheinlich nicht „Wir wissen nicht, was PostgreSQL ist“ – und auch nicht „Es gibt keine technische Möglichkeit.“

Ein wichtiges Plattformthema konkurriert permanent mit Infrastrukturproblemen.

StabilitätWartungenIncidentsLegacyKubernetesStoragePerformancetechnische Schulden

Aus „Das brauchen unsere Kunden“ wird „Ja, aber vorher Problem X … Y … Z.“ – Monate später kein Service.

Ein strategisches PUSH-Thema darf nicht permanent gegen das gesamte Tagesgeschäft verlieren.

Warum das organisatorisch relevant ist

Managed PostgreSQL ist nur ein Beispiel. Das gleiche Muster bei Redis, Object Storage, Vector DBs, Queues, AI-Infrastruktur, Compute, Storage …

Wie entwickeln wir neue Managed Services, obwohl die bestehende Plattform parallel stabilisiert werden muss?

Das Problem im heutigen Ownership-Modell

PM: „Kunden brauchen Managed PostgreSQL.“
Produktentwicklung: „Wie sieht das Produkt aus?“
Infrastruktur: „Erst Storage / K8s / Reliability / Architektur …“
Tagesgeschäft: Incidents, Wartungen, andere Prioritäten
Managed PostgreSQL verschiebt sich

Wer hält den Hut dafür, dass Managed PostgreSQL am Ende wirklich live geht – nicht nur ein Ticket erstellt?

Vorschlag: klar begrenzte Plattform-Wette

NICHT

Perfekte Managed-Database-Plattform für zehn Jahre planen.

SONDERN

Strategische Plattform-Wette mit klar begrenztem Scope: Managed PostgreSQL v1 produktiv auf bestehender Plattform.

Nicht die komplette Zukunftsarchitektur – sondern: Was ist die kleinste Architektur, die wir guten Gewissens produktiv anbieten können?

Managed PostgreSQL v1 bewusst klein schneiden

KUNDE KANN (v1)

  • Instanz anlegen, Größe wählen
  • Zugangsdaten, Anwendung verbinden
  • Status, Backups, Restore / PITR
  • Größe ändern, löschen

MANAGED DURCH MITTWALD

  • Provisionierung, Updates, Backups
  • Monitoring, Recovery, TLS
  • grundlegendes Sizing, optional HA

NOCH NICHT v1

Beliebige Versionen, dutzende Extensions, Cross-Region-HA, komplexes Autoscaling, freie postgresql.conf, Replica-Topologien, vollautomatische Major-Upgrades …

Erst einen guten Managed PostgreSQL Service bauen. Danach eine perfekte Database Platform.

Technischer Golden Path

Bare-Metal-Kubernetes → dedizierter DB-Nodepool → PostgreSQL Operator (z. B. CloudNativePG oder Crunchy) → lokales Storage → Replikation → Object Storage für Backup/WAL/PITR → Monitoring

Nicht sechs Technologien monatelang vergleichen. Default definieren – Abweichung braucht konkreten Grund. Architektur ist Hypothese, keine Religion.

Tiger Team statt „Infra macht mal ein Konzept“

Mission: Managed PostgreSQL produktionsreif machen.

PRODUCT / PM

Scope, Kundennutzen, Priorität

PLATFORM / K8S ENG

technische Integration

POSTGRESQL-KOMPETENZ

fachlich sauberer Betrieb

SRE / RELIABILITY

Failure-, Recovery-, Maintenance-Anforderungen

EXTERNER SPEZIALIST (OPTIONAL)

Review & Failure-Tests – nicht Monate Architektur-Strategie

Timebox (Beispiel)

Beispielzeiten – keine beschlossene Planung.

Woche 1–2

Architektur & erster Cluster

Woche 3–4

Backup, PITR, Monitoring, Provisionierung

Woche 5–6

Failure & Performance Tests

Woche 7–8

mStudio/API & interne Beta

Woche 9–10

Pilotkunden

Danach

Go / Change / Stop

Mission, Team und Timebox – nicht nur Platz im Infra-Backlog.

Über Failure Tests entscheiden

Primary fällt aus → Failover
Worker fällt aus → DB erreichbar
Storage verloren → Daten verfügbar
Versehentliches Löschen → PITR
Cluster verloren → Restore
K8s-Wartung → kontrollierter Switchover
PostgreSQL Update → reproduzierbar
Lasttest → Performance-Ziele

Nicht: „Fühlt sich die Architektur theoretisch perfekt an?“ Sondern: Besteht sie unsere Failure-, Recovery- und Performance-Tests?

Reliability als Definition of Done

„Deployment funktioniert“ reicht nicht.

Backup getestetRestore / PITRFailoverMonitoring & AlertsUpdates & WartungPerformanceRunbookBetriebs-Ownership

Managed bedeutet Verantwortung für den Betrieb – nicht nur Installation.

Klare Verantwortung

Hutmensch (z. B. PM Hosting Platform & Scale)

Ziel, Scope, Priorisierung, Go-Live – sorgt dafür, dass wir das Ziel erreichen

Engineering Owner

technische Implementierung

SRE / Platform Owner

Betriebsfähigkeit & Reliability

PostgreSQL Owner

DB-spezifische Standards

Eskalationsregel

Blockiert eine strategische Wette länger als zwei Wochen, muss sichtbar eskaliert werden:

A: Blocker höhere Priorität
B: anderer technischer Weg
C: Scope reduzieren
D: externe Unterstützung
E: Wette bewusst stoppen

Nicht: „Wir schauen nächsten Monat nochmal.“

Externe Hilfe anders einsetzen

NICHT

„Entwerft unsere zukünftige Managed-Database-Strategie.“

SONDERN

  • Architektur-Review
  • Failure Testing
  • Backup / PITR Review
  • Production Readiness Review

Portfolio: ENABLE mit PUSH-Wirkung

Managed PostgreSQL ist ENABLE – aber strategisch entscheidend für Deploy, AI, Hosting Platform, Developer Experience.

PUSH: DeployPUSH: AI / pgvectorPUSH: Hosting PlatformPUSH: Developer Experience

Ein ENABLE-Thema kann für mehrere PUSH-Themen entscheidend sein.

Zielbild mStudio

Der Kunde soll K8s, Operators, WAL und Storage nicht sehen müssen.

Unternehmensziele

01

Plattform funktioniert einfach

Schließt Lücke in der Application Platform.

02

Agenturen erfolgreicher

Mehr moderne Apps komplett bei mittwald.

03

Entwickler empfehlen mittwald

Moderner Developer Workflow braucht Managed Services.

Managed Service Factory (wiederholbares Muster)

  1. 1.Kundenproblem identifizieren
  2. 2.Golden Path definieren
  3. 3.v1 klein schneiden
  4. 4.Tiger Team bilden
  5. 5.Failure Tests definieren
  6. 6.Pilotkunden
  7. 7.messen
  8. 8.standardisieren
  9. 9.mStudio integrieren
  10. 10.skalieren

PostgreSQL → Redis → Object Storage → Queues …

Kritische Gegenargumente

Plattform noch nicht stabil genug

Welche konkreten Probleme verhindern PostgreSQL wirklich – messbar, nicht pauschal?

Stateful = hohe Komplexität

Kleiner Scope, dedizierte Nodes, Failure Tests, externe Expertise.

Zusätzlicher Betriebsaufwand

Vor Go-Live: Wer betreibt? Rufbereitschaft? SLOs? Runbooks?

Wirtschaftlich nicht relevant

Früh mit echten Kunden validieren, Kosten pro Instanz messen.

Externer Partner schneller

Build vs. Partner vs. Buy explizit vergleichen.

Build / Partner / Buy

BUILD

Vorteile

Integration, Souveränität, Kontrolle, Plattformkompetenz

Nachteile

Betriebs- & Engineering-Aufwand, Reliability-Verantwortung

PARTNER

Vorteile

schneller, weniger Betrieb

Nachteile

Abhängigkeit, Margen, Integration, Souveränität

BUY / MANAGED TECH

Vorteile

Operator + Enterprise Support als Mittelweg

Nachteile

Abstimmung mit eigener Plattform

Bewerten nach: Time to Market, Reliability, Kosten, Souveränität, Integration, Betriebsaufwand, Differenzierung.

Managed PostgreSQL ist vielleicht weniger ein Datenbankproblem als ein Test dafür, ob wir strategisch wichtige Plattformfähigkeiten schnell genug umsetzen können.

Klare Priorität · Klarer Hutmensch · Kleiner Scope · Golden Path · Dediziertes Team · Harte Failure Tests · Schnelle Entscheidung

Wenn wir wissen, dass Kunden Managed PostgreSQL brauchen: Was muss konkret passieren, damit es in zehn Wochen statt in zehn Monaten live geht?

Persönliche Diskussionsgrundlage – keine beschlossene technische Architektur oder Organisationsentscheidung.

Quartalsboard × Strategie 2027

44 offene Themen aus dem aktuellen GitLab-Quartalsboard – bewertet nach Vision, Unternehmenszielen und zukünftigen Hüten. Nicht nach heutigem Autor.

Persönliche Diskussionsgrundlage auf Basis des aktuellen Quartalsboards und der Gedanken aus dem PM-Workshop. Keine beschlossene Priorisierung oder Rollenverteilung. Gesa hat Themen teilweise für Tobi eingetragen.

44

Themen

3.4

Ø Fit

14

PUSH

11

Hut prüfen

9

Stop/Park/Exit

44 von 44 Themen · PUSH · ENABLE · MAINTAIN · EXIT

QP!69PUSHMERGE5Hut prüfen

API Token pro Projekt anlegen (mit Scopes)

Plattformweite AuthZ/Token-Fähigkeit – mit QP!127 zusammenführen. Deploy nutzt sie, besitzt sie nicht allein.

Heute:
Gesa (für Tobi)
Zukünftiger Hut:
mStudio & Platform Experience
Vorschlag Owner:
Basti
Ziele:
Plattform einfach · Liebe & Empfehlung
Partner:
Tobias, DX
QP!81PUSHPUSH5

CHURN 2.0: ML-basiertes Prognosemodell zur Identifikation von abwanderungsgefährdeten Kunden

Kern von Customer Lifecycle & Growth. Frühe Signale schlagen reaktive Einzelmaßnahmen.

Heute:
Sina
Zukünftiger Hut:
Customer Lifecycle
Vorschlag Owner:
Sina
Ziele:
Agenturen erfolgreicher
Partner:
Data/Analytics
QP!65PUSHPUSH5Reliability

Downtime bei Container Redeployment verringern

Direktes Reliability- und DX-Outcome: Deploy darf nicht jedes Mal spürbar stören.

Heute:
Gesa (für Tobi)
Zukünftiger Hut:
Application Platform & Deploy
Vorschlag Owner:
Tobias
Ziele:
Plattform einfach · Liebe & Empfehlung
Partner:
SRE / Infra
QP!63PUSHPUSH5

Eigene Container Registry mit Dockerfile Support

Grundlage für echte Application Platform: Build → Registry → Deploy. Eng mit Zero-Config und Tokens.

Heute:
Gesa (für Tobi)
Zukünftiger Hut:
Application Platform & Deploy
Vorschlag Owner:
Tobias
Ziele:
Plattform einfach · Liebe & Empfehlung
Partner:
DX
QP!105PUSHPUSH5

Erweiterte Tokenstatistik inklusive Modell-, API-Key- und CO₂-Transparenz

Usage/Control/Trust – Voraussetzung für produktive Agentur-Workloads und Weiterverrechnung an Endkunden.

Heute:
Maik
Zukünftiger Hut:
AI Platform
Vorschlag Owner:
Maik
Ziele:
Agenturen erfolgreicher · Liebe & Empfehlung
QP!143PUSHPUSH5

Erweiterung Rechte und Rollen System mStudio um "Teams"

Agenturen arbeiten in Teams – ohne saubere Rechte skaliert die Plattform nicht für 80–90 % der Projekte.

Heute:
Basti
Zukünftiger Hut:
mStudio & Platform Experience
Vorschlag Owner:
Basti
Ziele:
Agenturen erfolgreicher · Liebe & Empfehlung
QP!127PUSHMERGE5

Granulare API-Token-Berechtigungen im mStudio

Mit QP!69 zu einer Token-/Scopes-Initiative bündeln. Kern für API-first Developer Experience.

Heute:
Basti
Zukünftiger Hut:
mStudio & Platform Experience
Vorschlag Owner:
Basti
Ziele:
Plattform einfach · Liebe & Empfehlung
Partner:
DX, Tobias
QP!60PUSHPUSH5

Konzept: Zero-Config-App-Deployment mit Git-Support

Herzstück der Produktvision: Was Agenturen bauen, landet einfach auf mittwald. Eng mit DX und mStudio.

Heute:
Gesa (für Tobi)
Zukünftiger Hut:
Application Platform & Deploy
Vorschlag Owner:
Tobias
Ziele:
Plattform einfach · Agenturen erfolgreicher · Liebe & Empfehlung
Partner:
DX / Martin, Basti
QP!100PUSHPUSH5

Mehrere AI-Hosting-Tarife pro Organisation

Direkter Fit zur Agenturpositionierung: Endkunden trennen, resellen, skalieren. Must-Win für AI-Wachstum.

Heute:
Maik
Zukünftiger Hut:
AI Platform
Vorschlag Owner:
Maik
Ziele:
Agenturen erfolgreicher · Liebe & Empfehlung
Partner:
Basti (mStudio-Buchung)
QP!76PUSHMOVE5Hut prüfen

Staging im mStudio

Staging ist eine Application-/Deployment-Fähigkeit, kein Lifecycle-Thema. Gehört zu Deploy; mStudio liefert die UX.

Heute:
Sina
Zukünftiger Hut:
Application Platform & Deploy
Vorschlag Owner:
Tobias
Ziele:
Plattform einfach · Agenturen erfolgreicher · Liebe & Empfehlung
Partner:
Basti (UX), Niklas (Discovery)
QP!101PUSHPUSH5Reliability

Standardisiertes Dedicated AI Hosting mit skalierbaren GPU-Optionen

Vom Einzelprojekt zum Produkt. Hoher Umsatzhebel, braucht klare Produktisierung statt Manufaktur.

Heute:
Maik
Zukünftiger Hut:
AI Platform
Vorschlag Owner:
Maik
Ziele:
Agenturen erfolgreicher
Partner:
Hosting/Infra, SRE
QP!67ENABLECONTINUE4

Access Token für Container Registries auf Org-Ebene

Teil des Container-/Registry-Workflows. Eng mit Registry/Dockerfile-Themen koppeln.

Heute:
Gesa (für Tobi)
Zukünftiger Hut:
Application Platform & Deploy
Vorschlag Owner:
Tobias
Ziele:
Liebe & Empfehlung
Partner:
Basti (Org-Rechte)
QP!66ENABLECONTINUE4Reliability

Anzeige von Logs optimieren

Developer Experience im Betrieb von Apps/Containern. Enabler für Debugging und Vertrauen – kein eigenes Wachstumsprodukt.

Heute:
Gesa (für Tobi)
Zukünftiger Hut:
Application Platform & Deploy
Vorschlag Owner:
Tobias
Ziele:
Plattform einfach · Liebe & Empfehlung
Partner:
DX / Martin
QP!121ENABLEMOVE4ReliabilityHut prüfen

Auslastungsanzeigen | Benachrichtigungen

Ressourcen-/Kapazitätstransparenz ist Hosting-Plattform, nicht Domains/Mail. UX in mStudio mit Basti.

Heute:
Mareen
Zukünftiger Hut:
Hosting Platform & Scale
Vorschlag Owner:
Hosting Platform & Scale (offen)
Ziele:
Plattform einfach · Liebe & Empfehlung
Partner:
Basti
QP!71ENABLEMOVE4ReliabilityHut prüfen

Auslastungsanzeigen | Projektübersicht & Container-Ansicht

Gleiche Capability wie QP!121 – Hosting/Compute-Transparenz. Mit QP!121 mergen; Hut nicht Domains.

Heute:
Mareen
Zukünftiger Hut:
Hosting Platform & Scale
Vorschlag Owner:
Hosting Platform & Scale (offen)
Ziele:
Plattform einfach · Liebe & Empfehlung
Partner:
Basti, Tobias
QP!85MAINTAINCONTINUE4Reliability

Automatische Software-Updates

Kern der Runtime-Verantwortung: CMS/PHP sicher und aktuell halten. Wirtschaftlich relevant, Innovationsfokus eher niedrig.

Heute:
Hannes
Zukünftiger Hut:
Application Runtime
Vorschlag Owner:
Hannes
Ziele:
Plattform einfach · Agenturen erfolgreicher
QP!147ENABLECONTINUE4Reliability

Handling von Störungsmeldungen im mStudio

Transparenz bei Incidents ist Plattformvertrauen. Eng mit Notifications und Reliability koppeln.

Heute:
Basti
Zukünftiger Hut:
mStudio & Platform Experience
Vorschlag Owner:
Basti
Ziele:
Plattform einfach · Liebe & Empfehlung
Partner:
Hosting/SRE
QP!103PUSHVALIDATE4

Hybride API-Anbindung für datenschutzkonforme & externe LLMs in mittwald-Tools

Strategische Option für Souveränität und Modellvielfalt – noch Discovery, nicht monatelang Architektur ohne Pilot.

Heute:
Maik
Zukünftiger Hut:
AI Platform
Vorschlag Owner:
Maik
Ziele:
Agenturen erfolgreicher · Liebe & Empfehlung
QP!62ENABLEVALIDATE4Reliability

Konzept: Security-Scans für Container/Apps

Wichtiges Trust-Signal – Scope klein halten (v1 Scan), nicht Security-Plattform für alles.

Heute:
Gesa (für Tobi)
Zukünftiger Hut:
Application Platform & Deploy
Vorschlag Owner:
Tobias
Ziele:
Plattform einfach · Liebe & Empfehlung
Partner:
Security/SRE
QP!61ENABLEMOVE4ReliabilityHut prüfen

Konzept: Server mit arm64-Prozessor

Hardware-/Compute-Architektur der gemeinsamen Hosting-Plattform – nicht Container-Produkt-PM allein.

Heute:
Gesa (für Tobi)
Zukünftiger Hut:
Hosting Platform & Scale
Vorschlag Owner:
Hosting Platform & Scale (offen)
Ziele:
Plattform einfach · Agenturen erfolgreicher
Partner:
Infra, Tobias (App-Kompatibilität)
QP!87ENABLECONTINUE4

Moderne / zusätzliche / alternative Authentifizierungsmethoden im mStudio

SSO/moderne Auth ist Agency-Expectation. Nach 2FA priorisieren, nicht parallel verzetteln.

Heute:
Basti
Zukünftiger Hut:
mStudio & Platform Experience
Vorschlag Owner:
Basti
Ziele:
Plattform einfach · Liebe & Empfehlung
QP!154PUSHPUSH4

Preise für Shared und Dedicated AI Hosting bei Neubuchungen anpassen und Dedicated-Tarife erweitern

Monetarisierung und Tariflogik sind Voraussetzung, damit Dedicated und Shared skalieren – kein Selbstzweck, aber Wachstumshebel.

Heute:
Maik
Zukünftiger Hut:
AI Platform
Vorschlag Owner:
Maik
Ziele:
Agenturen erfolgreicher
QP!144ENABLECONTINUE4Reliability

Überarbeitung des Notification-Features im mStudio

Querschnitt für Status, Auslastung, AI-Limits, Incidents. Platform Experience, kein Einzelprodukt.

Heute:
Basti
Zukünftiger Hut:
mStudio & Platform Experience
Vorschlag Owner:
Basti
Ziele:
Plattform einfach · Liebe & Empfehlung
QP!148ENABLEPUSH4

Verpflichtende Einführung von 2FA im mStudio

Trust-Fundament der gesamten Plattform. Kein Wachstumsfeature, aber Pflicht für seriöse Agency-Plattform.

Heute:
Basti
Zukünftiger Hut:
mStudio & Platform Experience
Vorschlag Owner:
Basti
Ziele:
Plattform einfach · Liebe & Empfehlung
QP!70ENABLECONTINUE4

Volumes ohne Container befüllen können

Praktischer Deploy-/Data-Workflow. Kleiner Scope, hoher Reibungsabbau – Enable, nicht eigene Wette.

Heute:
Gesa (für Tobi)
Zukünftiger Hut:
Application Platform & Deploy
Vorschlag Owner:
Tobias
Ziele:
Plattform einfach · Liebe & Empfehlung
QP!142ENABLEVALIDATE3

Aus der mStudio "Startseite" ein Dashboard mit Wert schaffen

Sinnvoll nur mit klarer Hypothese zum Kundennutzen. Sonst Feature-Fläche ohne Adoption.

Heute:
Basti
Zukünftiger Hut:
mStudio & Platform Experience
Vorschlag Owner:
Basti
Ziele:
Liebe & Empfehlung
Partner:
Niklas
QP!73ENABLECONTINUE3

DNS Import via File

Reduziert Reibung bei Domain-/DNS-Übernahmen – typischer ENABLE-Hygienefaktor, kein PUSH.

Heute:
Mareen
Zukünftiger Hut:
Domains, Mail & Trust
Vorschlag Owner:
Mareen
Ziele:
Plattform einfach · Agenturen erfolgreicher
Partner:
Volkmar (Migration)
QP!72ENABLECONTINUE3Reliability

Konzept: Handling InternetX Domains

Operative Domain-Stabilität und Prozessklarheit. ENABLE, nicht Wachstumsprodukt.

Heute:
Mareen
Zukünftiger Hut:
Domains, Mail & Trust
Vorschlag Owner:
Mareen
Ziele:
Plattform einfach
QP!89ENABLEVALIDATE3

mStudio AI Assistant

Kann Reibung senken – oder Komplexität erzeugen. Erst Job-to-be-done prüfen; nicht als Ersatz für klare UX.

Heute:
Basti
Zukünftiger Hut:
mStudio & Platform Experience
Vorschlag Owner:
Basti
Ziele:
Liebe & Empfehlung
Partner:
Maik, Niklas
QP!141ENABLEVALIDATE3

Recherche | S/MIME Einbindung

Passt zum Trust-/Mail-Hut. Erst prüfen, wie häufig Agenturen das wirklich brauchen und ob es 2027 Fokus verdient.

Heute:
Mareen
Zukünftiger Hut:
Domains, Mail & Trust
Vorschlag Owner:
Mareen
Ziele:
Plattform einfach
Partner:
Niklas
QP!80PUSHVALIDATE3Hut prüfen

SiteDraft: Promptverbesserung, Kundenfeedback, UI/UX-Verbesserung (ehemals Vibeflow)

Strategische Wette: Hilft SiteDraft, Idee → laufende App auf mittwald? Sonst eher EXIT zugunsten Deployment-Ziel für externe Builder.

Heute:
Sina
Zukünftiger Hut:
Application Platform & Deploy
Vorschlag Owner:
Tobias
Ziele:
Agenturen erfolgreicher · Liebe & Empfehlung
Partner:
Niklas, Maik
QP!145EXITPARK2Hut prüfen

Claude Code Agent-Skill zur Entwicklung von Extensions

Interessanter DX-Hack, aber Marketplace-Ökosystem ist kein PUSH. Besser: Skills für Deploy/API der Kernplattform.

Heute:
Basti
Zukünftiger Hut:
Developer Experience
Vorschlag Owner:
DX / Martin
Ziele:
Liebe & Empfehlung
QP!112MAINTAINPARK2

Demo mStudio

Sales-/Onboarding-Hilfe, kein strategischer Plattformbaustein für 2027.

Heute:
Basti
Zukünftiger Hut:
mStudio & Platform Experience
Vorschlag Owner:
Basti / Sales Enablement
Ziele:
Agenturen erfolgreicher
QP!74MAINTAINMAINTAIN2

Domain Preisanpassung Prozess

Betriebs-/Pricing-Prozess, kein Produktbau. Erledigt halten, nicht als Quartals-PUSH führen.

Heute:
Mareen
Zukünftiger Hut:
Domains, Mail & Trust
Vorschlag Owner:
Mareen
Ziele:
Agenturen erfolgreicher
QP!150ENABLEMAINTAIN2

mStudio FAQ

Hilfreich, aber Content-/Support-Arbeit – sollte Plattform-PUSH nicht verdrängen.

Heute:
Basti
Zukünftiger Hut:
mStudio & Platform Experience
Vorschlag Owner:
Basti / Support Content
Ziele:
Liebe & Empfehlung
QP!153EXITPARK2Hut prüfen

MVP: mittwald Agenturfinder

Hilft Agenturen sichtbar zu werden, löst aber kein technisches Plattformproblem hinter Kundenprojekten. Bindet AI-PM-Fokus.

Heute:
Maik
Zukünftiger Hut:
Kein Kern-Hut
Vorschlag Owner:
Marketing / Partnerschaften
Ziele:
Agenturen erfolgreicher
QP!79EXITMERGE2Hut prüfen

SiteDraft: mehr Extensioninstallationen durch Sichtbarkeit im Projekt/Tarifanlegeprozess

Abhängig von SiteDraft-Entscheidung und Marketplace-NO-PUSH. Nicht separat pushen – in SiteDraft-Validate oder stoppen.

Heute:
Sina
Zukünftiger Hut:
Application Platform & Deploy
Vorschlag Owner:
Tobias
Ziele:
Agenturen erfolgreicher
QP!78ENABLEMERGE2Hut prüfen

SiteDraft: Nutzung unseres eigenen AI-Hostings

Nur sinnvoll, wenn SiteDraft weitergeführt wird – dann Enablement durch Maik, Hut bei Deploy-Wette.

Heute:
Sina
Zukünftiger Hut:
Application Platform & Deploy
Vorschlag Owner:
Tobias
Ziele:
Agenturen erfolgreicher
Partner:
Maik
QP!149EXITPARK1

Anpassung der Sortierung von Extensions auf dem Marktplatz

Marketplace als Geschäftsmodell ist aktuell NO PUSH. Feinjustierung der Sortierung kostet Fokus.

Heute:
Basti
Zukünftiger Hut:
Kein Kern-Hut
Vorschlag Owner:
Ziele:
kein klares Ziel
QP!110EXITPARK1

Automatisierte AV-Vertragsvorlage für Extensions auf dem Marktplatz

Gleiches Muster wie QP!109 – Marketplace-Nebenkriegsschauplatz.

Heute:
Basti
Zukünftiger Hut:
Kein Kern-Hut
Vorschlag Owner:
Ziele:
kein klares Ziel
QP!109EXITPARK1

Automatisierter Abschluss des Contributoren-Vertrages im Rahmen der Verifizierung/Veröffentlichung der ersten Extension

Marketplace-Geschäftsmodell = NO PUSH. Prozessautomation lohnt sich erst bei klarer Marketplace-Strategie.

Heute:
Basti
Zukünftiger Hut:
Kein Kern-Hut
Vorschlag Owner:
Ziele:
kein klares Ziel
QP!111EXITPARK1

Bewertungs- und Feedbacksystem für Extensions

Marketplace-Wachstumshebel ohne Marketplace-PUSH – Fokus kostet echte Platform Experience.

Heute:
Basti
Zukünftiger Hut:
Kein Kern-Hut
Vorschlag Owner:
Ziele:
kein klares Ziel
QP!77EXITEXIT1Hut prüfen

LeadFyndr: Datenqualität sicherstellen durch Eliminierung nicht mehr erreichbarer Seiten + CMS-Version

Exit bereits strategisch entschieden. Weitere Pflege bindet Lifecycle-Kapazität ohne Plattformbeitrag.

Heute:
Sina
Zukünftiger Hut:
Kein Kern-Hut
Vorschlag Owner:
– (Exit)
Ziele:
kein klares Ziel
QP!88EXITPARK1

Redesign Marktplatz angelehnt an Containervorlagen

Großes Marketplace-Investment ohne strategischen PUSH. Energy besser in Platform Experience Kern.

Heute:
Basti
Zukünftiger Hut:
Kein Kern-Hut
Vorschlag Owner:
Ziele:
kein klares Ziel
Persönliche Diskussionsgrundlage auf Basis des aktuellen Quartalsboards und der Gedanken aus dem PM-Workshop. Keine beschlossene Priorisierung oder Rollenverteilung.

Explorer und Scaler

Wir brauchen nicht überall denselben Typ Mensch.

EXPLORER

„Wie könnte das ganz anders funktionieren?“

  • neue Wege
  • neue Technologien
  • Experimente
  • Hypothesen
  • 0 → 1
  • Unsicherheit aushalten

Eher bei Zukunftsthemen wie AI, Deploy, neue Hosting Platform.

SCALER

„Wie bekommen wir das dauerhaft richtig gut hin?“

  • Zuverlässigkeit
  • Wiederholbarkeit
  • Standardisierung
  • Wirtschaftlichkeit
  • 1 → 10 → 100

Eher bei Runtime, Domains/Mail, Migration, Lifecycle.

Rollen nach der Aufgabe besetzen. Teams nach komplementären Stärken bauen.

BANI: Wie arbeiten wir in einer schwer planbaren Welt?

B

Brittle – brüchig

Antwort: Resilienz, Reliability, weniger Abhängigkeiten.

A

Anxious – unsicher

Antwort: klarer Nordstern und Fokus.

N

Non-linear – nichtlinear

Antwort: kleine Wetten, kurze Feedback-Loops, Experimente.

I

Incomprehensible – schwer verständlich

Antwort: beobachten, messen, lernen, anpassen.

Klar im Ziel. Flexibel im Weg. Stabil im Betrieb.

Wie wir 2027 arbeiten könnten

Keine komplette Jahres-Feature-Roadmap. Die Richtung bleibt stabil. Der konkrete Weg darf sich ändern.

Unternehmensvision
3 Unternehmensziele
Bereichsziele
strategische Jahresziele
Quartals-Wetten
Build – Measure – Learn
Continue / Change / Stop

Framework-Vorschlag

Drei Frameworks kombiniert – Alignment, Quartalsziele und operative Frühindikatoren. Zur ehrlichen Bewertung →

HOSHIN KANRI

Alignment im Unternehmen

Unternehmensziele werden nicht einfach herunterdiktiert, sondern über einen Catchball-Prozess mit den Bereichen konkretisiert.

UnternehmenszielBereichBeitragKennzahlVerantwortlicher

OKRs

Quartalsweise messbar

Unternehmensziel: „Unsere Plattform funktioniert einfach.“

  • PM: Von Code zu mittwald wird selbstverständlich.
  • Infra: Wartungen haben deutlich weniger Auswirkungen auf Kunden.
  • Service: Die häufigsten wiederkehrenden Plattformprobleme werden strukturell beseitigt.

4DX / LEAD MEASURES

Operative Umsetzung

Nicht nur Ergebniskennzahlen messen, sondern beeinflussbare Frühindikatoren.

Lag Measure

50 % weniger Supportkontakte wegen Performance.

Lead Measures

  • Anteil sauber überwachter Services
  • Anzahl beseitigter Root Causes
  • Anteil Wartungen ohne Kundenauswirkung

Welche Frameworks helfen uns wirklich?

Keine Managementreligion. Drei Werkzeuge – einzeln und ehrlich bewertet. Wir sollten passende Elemente auswählen, nicht drei komplette Systeme gleichzeitig einführen.

Die Bewertungen sind Diskussionsvorschläge nach dem PM-Workshop – keine beschlossene Methodik.

01 · HOSHIN KANRI

Alignment im Unternehmen

Wenige strategische Ziele – über Catchball mit den Bereichen konkretisiert.

Visualisierung

UnternehmenszielBereichBeitragKennzahlVerantwortlicher

Was ist das?

Hoshin Kanri ist ein strategisches Steuerungsmodell aus dem Lean-Umfeld. Die Unternehmensleitung formuliert wenige strategische Ziele – die aber nicht einfach top-down verteilt werden. Stattdessen diskutieren die Bereiche im Catchball: Was bedeutet das Ziel für uns? Welchen Beitrag können wir leisten? Welche Abhängigkeiten und Kennzahlen gibt es? Wer übernimmt Verantwortung? Ziel: Unternehmensstrategie und operative Arbeit verbinden.

Warum könnte es zu uns passen?

  • Es trifft unser Alignment-Problem

    Viele Bereiche arbeiten an guten Themen – aber die Verbindung zu gemeinsamen Unternehmenszielen ist oft unklar. Hoshin macht sichtbar: Unternehmensziel → Bereich → konkreter Beitrag.

  • Weniger Gefühl von Richtungswechseln

    Impulse aus Kompass oder GF lassen sich einordnen: Zahlt das auf unsere Ziele ein – und wenn nein, warum priorisieren wir es trotzdem?

  • Verantwortung wird sichtbar

    Wer hält den Hut? Welche Bereiche müssen zusammenarbeiten? Welche Kennzahl zeigt Erfolg?

  • Bereiche gestalten mit

    Catchball verhindert das Gefühl „drei Ziele von oben, jetzt erfüllt sie“. Dialog erhöht Akzeptanz und Eigenverantwortung.

  • Stark bei bereichsübergreifenden Themen

    „Unsere Plattform funktioniert einfach“ betrifft Infra, Dev, PM, Service, DevEx, Finance und Security – Hoshin macht gemeinsame Beiträge sichtbar.

Was könnte problematisch sein?

  • Hohe Komplexität

    Zu viele Ziele, Kennzahlen und Abhängigkeiten erzeugen schnell ein Steuerungsmodell, das niemand mehr versteht.

  • Catchball kann langsam werden

    Zu viele Abstimmungsebenen kosten Geschwindigkeit – gerade bei AI- und Technologie-Themen problematisch.

  • Nur mit echter Priorisierung wirksam

    Zehn Unternehmensziele und zwanzig Initiativen lassen sich auch mit Hoshin nicht retten.

  • Neue Management-Bürokratie

    X-Matrix, Reviews und Reports dürfen nicht zum Selbstzweck werden.

  • Führung muss entscheiden

    Catchball heißt nicht Konsenspflicht. Am Ende: Was machen wir? Was nicht? Wer entscheidet bei Konflikten?

Was müssten wir richtig machen?

  • maximal 3–4 echte Unternehmensziele
  • klare Verantwortliche
  • einfacher Catchball statt monatelanger Prozesse
  • eine visuelle Seite statt riesiger Doku
  • klare Entscheidungen bei Konflikten
  • jährliche Richtung, quartalsweise Anpassung
  • keine vollständige operative Steuerung darüber

Wo würden wir es einsetzen?

Jahresstrategie und Unternehmens-Alignment

Unternehmensvision3 UnternehmenszieleBeiträge der Bereichegemeinsame KennzahlenVerantwortlichkeiten

Bewertung für mittwald

Alignment5/5
Bereichsübergreifende Zusammenarbeit5/5
Klarheit Verantwortung5/5
Flexibilität3/5
Geschwindigkeit3/5
Bürokratie-Risiko: kritisch
Eignung Jahresstrategie: gut
Eignung operative Steuerung: vorsichtig
Passung volatile Tech-Welt: vorsichtig

Hoshin Kanri könnte sehr gut unser Alignment-Problem lösen. Wir sollten eher die Logik und den Catchball übernehmen als ein komplettes Lean-Steuerungssystem.

02 · OKRs

Quartalsweise messbar

Objectives motivieren. Key Results machen Fortschritt objektiv sichtbar.

Beispiel unter einem Unternehmensziel

„Unsere Plattform funktioniert einfach.“

PM

Von Code zu mittwald wird selbstverständlich.

Infra

Wartungen haben deutlich weniger Auswirkungen auf Kunden.

Service

Die häufigsten wiederkehrenden Plattformprobleme werden strukturell beseitigt.

Was sind OKRs?

OBJECTIVE

Was wollen wir erreichen? Qualitativ, motivierend, verständlich.

KEY RESULTS

Woran erkennen wir objektiv, ob wir es erreicht haben? Messbar und ergebnisorientiert.

Warum könnten OKRs zu uns passen?

  • Strategie in Quartale übersetzen

    Vision bleibt stabil. Die konkrete Arbeit darunter darf sich alle drei Monate ändern – passend zu einer volatilen Tech-Welt.

  • Ergebnisse statt Featurelisten

    Nicht „Feature X, Y, Z“, sondern „Von Code zu mittwald wird deutlich einfacher.“ Teams behalten Freiheit bei der Lösung.

  • Transparenz

    Sichtbar: woran andere arbeiten, warum, und wie Erfolg gemessen wird.

  • Passt zu unserem BANI-Ansatz

    Ziel stabil, Weg flexibel. Quartalsweise neue Erkenntnisse einbauen.

  • Unterstützt Ownership

    Ein Objective kann einen klaren Owner haben.

Was könnte problematisch sein?

  • OKR-Theater

    50 unverbundene Objectives – dasselbe Problem wie vorher, nur strukturierter aufgeschrieben.

  • Key Results als Aufgabenlisten

    „GitHub Integration bauen“ ist Output, kein Ergebnis.

  • Messbarkeit als falsche Sicherheit

    Nicht alles Wichtige lässt sich sinnvoll in eine Zahl pressen.

  • Lokale Optimierung

    Service, Infra und Sales optimieren lokal – das Gesamterlebnis leidet trotzdem.

  • Künstliche Quartale

    Nicht jedes strategische Problem ist in drei Monaten lösbar.

Was müssten wir richtig machen?

  • Unternehmens-OKRs zuerst
  • Bereichs-OKRs sichtbar darauf einzahlen lassen
  • wenige Objectives pro Bereich
  • Key Results als Outcomes formulieren
  • keine individuelle Bewertung über OKRs
  • nicht 100 % Zielerreichung erzwingen
  • regelmäßige Reviews
  • Ziele ändern dürfen, wenn Annahmen kippen

Wo würden wir OKRs einsetzen?

Quartalsweise Bereichs- und Teamsteuerung

Unternehmensziel: Unsere Plattform funktioniert einfach.

PM Objective: Von Code zu mittwald wird selbstverständlich.

  • Median Time-to-Deploy < 10 Minuten
  • 80 % der Deployments im Self-Service
  • Developer Experience ≥ 4,5/5

Bewertung für mittwald

Fokus4/5
Transparenz5/5
Flexibilität5/5
Alignment4/5
Messbarkeit5/5
Risiko lokaler Optimierung: vorsichtig
Bürokratie-Risiko: vorsichtig
Eignung Jahresstrategie: vorsichtig
Eignung Quartalssteuerung: gut

OKRs passen gut zu mittwald, wenn sie unter wenigen gemeinsamen Unternehmenszielen hängen. Ohne diese obere Ebene optimiert jedes Team nur seine eigenen OKRs.

03 · 4DX / LEAD MEASURES

Operative Umsetzung

Nicht nur das Ergebnis messen – sondern was wir im Alltag beeinflussen können.

Lag vs. Lead

LAG MEASURE

50 % weniger Supportkontakte wegen Performance

Das Ergebnis – oft erst spät sichtbar.

LEAD MEASURES

  • Anteil sauber überwachter Services
  • Anzahl beseitigter Root Causes
  • Anteil Wartungen ohne Kundenauswirkung

Was ist 4DX?

  1. 1

    Focus on the Wildly Important

    Wenige wirklich wichtige Ziele

  2. 2

    Act on Lead Measures

    Beeinflussbare Frühindikatoren

  3. 3

    Keep a Compelling Scoreboard

    Sichtbarer Fortschritt

  4. 4

    Create a Cadence of Accountability

    Regelmäßige kurze Verbindlichkeit

Warum könnte 4DX zu uns passen?

  • Tagesgeschäft frisst Strategie

    Tickets und Störungen verdrängen bekannte strategische Ziele. 4DX hält wenige Ziele dauerhaft sichtbar.

  • Besonders stark bei Reliability

    Nur Uptime messen reicht nicht. Monitoring, Root Causes, Automatisierung, Wartungsqualität und Recovery sind beeinflussbar.

  • Konkrete Verantwortung

    Jede Woche: Was können wir tun, um die Kennzahl zu bewegen?

  • Fortschritt wird sichtbar

    Einfache Scoreboards motivieren und machen Probleme früh sichtbar.

  • Gut unterhalb von OKRs

    OKR = Was dieses Quartal? 4DX = Was jede Woche dafür?

Was könnte problematisch sein?

  • Kennzahlen-Fetisch

    Teams optimieren nur noch die Lead Measures – nicht das eigentliche Ziel.

  • Nicht für jede Arbeit

    Bei frühen AI-Wetten wissen wir oft noch nicht, welche Lead Measures sinnvoll sind.

  • Mikromanagement-Gefahr

    Falsch gelebt wird Accountability zu „Warum hast du deine Zahl nicht geschafft?“

  • Falsche Lead Measures

    Gut messbar ≠ gut. Falsche KPIs führen in die falsche Richtung.

  • Kann Innovation hemmen

    Wenn alles über operative Kennzahlen läuft, bleibt zu wenig Raum für Exploration.

Was müssten wir richtig machen?

  • wenige Lead Measures
  • nur wirklich beeinflussbare Kennzahlen
  • Scoreboards als Lerninstrument, nicht als Druckmittel
  • stärker bei Scale-/Operate-Themen
  • bei Exploration zurückhaltend
  • Lead Measures regelmäßig hinterfragen

Wo würden wir es einsetzen?

BESONDERS GEEIGNET

  • Reliability
  • Migration
  • Churn
  • Supportqualität
  • Plattformbetrieb
  • Security
  • Deployment-Qualität
  • operative Skalierung

WENIGER GEEIGNET

  • frühe AI-Exploration
  • neue Geschäftsmodelle
  • unbekannte Problemräume

Bewertung für mittwald

Operative Umsetzung5/5
Fokus5/5
Messbarkeit5/5
Transparenz4/5
Flexibilität3/5
Exploration2/5
Scale / Operate5/5
Bürokratie-Risiko: vorsichtig
Gefahr falscher KPI-Optimierung: kritisch
Eignung Unternehmensstrategie: kritisch
Eignung Reliability / Operate: gut

4DX ist wahrscheinlich kein gutes Framework für unsere komplette Unternehmensstrategie. Für Reliability, Migration und andere wiederholbare operative Themen könnte es extrem wirkungsvoll sein.

Vergleich auf einen Blick

Drei Fragen, drei Zeithorizonte – nicht drei Religionen.

Vergleich Hoshin Kanri, OKRs und 4DX für mittwald
Hoshin KanriOKRs4DX
HauptfrageArbeiten wir alle an der gleichen Strategie?Was wollen wir dieses Quartal erreichen?Was müssen wir jede Woche tun, damit es passiert?
ZeithorizontJahr / mehrere JahreQuartalWoche / laufend
StärkeAlignmentFokus & OutcomesExecution
SchwächeKomplexitätOKR-TheaterKPI-Fixierung
Top-down vs. Bottom-upbeides / Catchballbeideseher Team
Explorationmittelhochniedrig
Scale / Operatehochhochsehr hoch
Für mittwaldsehr interessantsehr interessantgezielt einsetzen

Empfehlung für mittwald

Nicht drei Frameworks komplett gleichzeitig einführen. Elemente gezielt auswählen.

HOSHIN · LOGIK

Für Alignment

Welche drei Unternehmensziele haben wir und wie trägt jeder Bereich dazu bei?

Nutzen

  • Unternehmensziele
  • Catchball
  • Verantwortlichkeiten
  • einfache Strategy Map

Nicht übernehmen

  • unnötige Lean-Bürokratie
  • große komplexe Governance

OKRs · QUARTAL

Für Fokus

Welche messbaren Ergebnisse wollen wir in den nächsten drei Monaten erreichen?

Jedes Bereichs-OKR muss sichtbar auf ein Unternehmensziel einzahlen.

4DX · SELEKTIV

Für Execution

Welche wenigen beeinflussbaren Dinge müssen wir jede Woche tun?

Besonders

Reliability, Migration, Churn, Betrieb, Support, wiederholbare Prozesse

Nicht zwanghaft

Exploration und frühe Produktwetten

Wir brauchen wahrscheinlich kein neues Management-Framework.
Wir brauchen ein einfaches System, das drei Probleme löst:

  1. 1 · ALIGNMENT

    Arbeiten wir alle an den gleichen Unternehmenszielen?

  2. 2 · FOKUS

    Welche wenigen Ergebnisse wollen wir jetzt erreichen?

  3. 3 · EXECUTION

    Tun wir im Alltag die Dinge, die diese Ergebnisse wahrscheinlicher machen?

Hoshin Kanri kann uns beim Alignment helfen. OKRs können uns beim Fokus helfen. 4DX kann uns bei der Umsetzung helfen.

Nicht das Framework ist das Ziel.
Das Ziel ist, dass alle wissen:
Wo wollen wir hin? Was ist mein Beitrag?
Woran erkennen wir Fortschritt?
Und was machen wir deshalb heute anders?

Mögliche Steuerung 2027

JÄHRLICH

Unternehmensvision + 3 Unternehmensziele

QUARTALSWEISE

Bereichs-OKRs und wenige strategische Wetten

MONATLICH

Fortschritt und Kennzahlen

WÖCHENTLICH

operative Lead Measures / Blockaden

Für jede strategische Wette

ZielSignalHypotheseExperimentMessungLearningContinue / Change / Stop

Vielleicht brauchen wir weniger neue Themen – und mehr gemeinsame Richtung.

Wenn jeder Bereich seine eigene Prioritätenliste optimiert, entsteht daraus nicht automatisch eine Unternehmensstrategie.

Ein gemeinsamer Nordstern.
Wenige gemeinsame Ziele.
Klare Verantwortung.
Unterschiedliche Beiträge.
Messbarer Fortschritt.

Klar im Ziel. Flexibel im Weg. Stabil im Betrieb.

Alles auf dieser Seite ist als persönliche Diskussionsgrundlage nach dem PM-Workshop gedacht – nicht als beschlossene Strategie.